Hörbücher von
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"Casanova in Braunschweig und
Wolfenbüttel" erschienen 2006, bei LolaPlanet, Preis : 15,- erhältlich im Braunschweiger und Wolfenbütteler Buchhandel, in der Touristinformation Braunschweig und Wolfenbüttel. sowie hier, unter Kontakt |
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Herzergreifende Coming Out Geschichte von Justin Black Als Matthew, der Austauschschüler aus den USA, neu in die Klasse kommt, zieht er sofort die Aufmerksamkeit aller auf sich. Auch Romeo kann sich einer gewissen Faszination nicht erwehren. Doch das geht ihm gehörig auf die Nerven. Denn ihm ist der Sunnyboy, dessen Vater irgendwie in der Filmbranche arbeitet, entschieden zu cool. Dummerweise scheint diese Antipathie dem neuen Mitschüler jedoch zu entgehen. Er sucht in schulischen Dingen immer wieder Hilfe bei Romeo. Später muss Romeo Matthew zuhause besuchen, um mit ihm gemeinsam für eine Deutscharbeit zu lernen. An diesem Nachmittag erlebt Romeo einen ganz anderen Matthew als in der Schule. Die beiden verstehen sich prima. Aber irgendetwas stimmt nicht. So langsam begreift Romeo, dass er sich in den Austauschschüler mit den strahlenden blauen Augen verliebt hat. Er gerät in ein Gefühlschaos und weiß nicht wirklich wie er damit umgehen soll. Seine beste Freundin, der er sich anvertraut hat, steht ihm zur Seite und gibt ihm neuen Mut. Auf einer großen Party am Wochenende kommt es jedoch fast zum Eklat mit einem bösen Ende… Ob Romeo sich outet und ob Matthew, der amerikanische Austauschschüler, seine Gefühle erwidern kann, erfahrt ihr in dem spannenden Hörbuch "Der Austausch-Schüler" von Justin Black. Die erste große Liebe überrascht einen meist sehr unerwartet und verläuft auch nicht immer wie man es sich wünscht. So ergeht es auch Romeo in diesem Hörbuch. Der selbst noch sehr junge Autor erzählt seine Geschichte mit viel Gefühl, so dass man sich schnell in die Gedanken des Protagonisten hinversetzen kann. Auch wenn das eigene Coming Out vielleicht schon etwas zurück liegt, kann man sich nur zu gut die Ängste des 15jähringen vorstellen. Gelesen wird das 73minütige Hörbuch von den Schauspielern Andreas Jäger und Susanne Maierhöfer. Erhältlich ist es für 13,90 Euro in jedem Buchladen, bei amazon.de oder direkt über www.justinblack.info. ISBN 978-3-935982-94-8 |
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"Wir sind geboren in einer Epoche
des Krieges (...) Es muss Schluss sein,
ich und Millionen Andere warten auf
dieses Ende.“ Die 17-jährige Russin Olga Popowa klingt in ihren Briefen an den
22-jährigen Studenten Piet Wit aus
Holland manchmal hoffnungslos, doch nie
verliert sie die Zuversicht völlig.
Die Schülerin aus Südrussland und der Student aus Amsterdam ereilte während des Zweiten Weltkrieges das gleiche Schicksal: Als Zwangsarbeiter mussten sie in der damaligen "Stadt des KdF-Wagens“ für das Volkswagenwerk schuften. Ihre berührende Geschichte und die zehn weiterer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erzählt die Hörbuch-Doppel-CD "'Niemand wusste, was morgen sein würde'. Ehemalige Zwangsarbeiter des Volkswagenwerks erinnern sich.“
Romanze in feindlicher WeltWeil sie verschiedenen Trupps angehörten, konnten sich Olga und Piet häufig nicht sehen und begannen, einander Briefe zu schreiben oder sich heimlich zu treffen. So entwickelt sich zwischen harter Arbeit und Bomben-Alarmen eine Romanze, die unter den elf Erlebnisberichten der CD besonders heraussticht: Es bleibt nicht bei der Schilderung des harten Lebens- und Arbeitsalltags der Opfer, sondern verdeutlicht die Empfindsamkeit zweier Menschen in menschenverachtender Umgebung. Gilbert Holzgang vom Theater Zeitraum in Braunschweig arrangierte die Berichte der Männer und Frauen, die aus Frankreich, Polen, Rumänien, Russland und den Niederlanden in die Rüstungs- und Autofabrik am Mittellandkanal verschleppt worden waren.
Vertrauen auf das gesprochene WortBasis der CD sind zeitgenössische Dokumente und Erinnerungsberichte, die die Volkswagen AG zur Aufarbeitung der eigenen – problematischen – Firmengeschichte zusammengetragen hat. Holzgang vertraut bei seiner Inszenierung fast ausschließlich dem gesprochenen Wort, indem er Sprecher des Norddeutschen Rundfunks und des Staatstheaters Braunschweig die Erfahrungsberichte der Zwangsarbeiter in Ich-Form vortragen lässt. Lediglich von einigen Fabrikgeräuschen und dem sparsamen Klavierspiel Jan-Heie Erchingers (Jazzkantine) untermalt, erfährt der Zuhörer so vom Alltag der Zwangsarbeiter. Dieser konnte von harter Arbeit, Hunger, Strafe und Angst, aber anfangs auch von guter Verpflegung, Solidarität innerhalb der Zwangsgemeinschaft und sportlicher Ablenkung geprägt sein. Holzgangs sparsame Inszenierung ist dem Gegenstand der CD vollkommen angemessen: Die Menschenrechtsverletzungen, die auch im Volkswagenwerk an der Tagesordnung waren, bieten keinen Anlass für bombastische Sounds oder theatralische Musik. Bei ihrer Reduktion auf das Wesentliche hätte der CD aber manche Genauigkeit im Detail gut getan: Redewendungen wie "Aus der OP kommen“ oder "Kein Fünf-Sterne-Hilton-Hotel“ entsprechen unserem heutigen Sprachgebrach, aber nicht dem der Zwangsarbeiter vor über sechzig Jahren. Schön wäre es auch gewesen, wenn der Sprecher bei Zeitsprüngen von vierzig Jahren nicht der selbe junge Mann geblieben wäre.
"Die Flammen erinnerten mich immer an Auschwitz"Gleichwohl war die Entscheidung der Hörbuch-Macher richtig, die Berichte für sich selbst sprechen zu lassen. Die Tristesse des Themas lässt kaum eine andere Inszenierung zu, wie etwa die Erinnerungen des Zwangsarbeiters Moshe Shen belegen: "Die Flammen erinnerten mich immer an Auschwitz. Die Krematorien waren zur Zeit der Deportationen aus Ungarn überlastet, und deshalb wurden die Leichen unter freiem Himmel verbrannt. Daran dachte ich also, als es auf dem Werksgelände brannte.“ Gleichzeitig belegt die CD aber, dass es inmitten schwersten Leids immer wieder auch Zeugnisse für Hoffnung und Mitmenschlichkeit gab. So wundert sich etwa die ungarische Jüdin Julia Weiss, warum sie einen Aufenthalt auf der Krankenstation überlebte: "Sie ermahnte meine Mithäftlinge, die mich auf einer Trage zum Krankenrevier brachten, beim Laufen aufzupassen, mich nicht so durchzuschütteln, denn das würde mir weh tun. Da gab es plötzlich eine menschliche Reaktion von einer Aufseherin, und das hat mir gut getan. Warum man mich überhaupt operiert hat, frage ich mich bis heute, man hätte mich auch sterben lassen können – ich war doch nur eine Jüdin. Aber vielleicht war es effektiver, wenn ich lebte und weiter arbeiten konnte. Ich habe erst später erfahren, dass ich fast gestorben wäre.“ Das Hörbuch "Niemand wusste, was morgen sein würde“ erinnert in einfühlsamer Weise an die Zeit des Nationalsozialismus. Die knapp zweieinhalb Stunden dauernden Erzählungen heischen nicht um Aufmerksamkeit, sondern vermitteln den Alltag der Zwangsarbeit mit der gebotenen Zurückhaltung. "'Niemand wusste, was morgen sein würde.' Ehemalige Zwangsarbeiter des Volkswagenwerks erinnern sich." 2-Audio CD, Gesamtdauer 145 Minuten, 14,90 Euro |