Um diese Persönlichkeit rankten sich schon zu seinen Lebzeiten Legenden, schließlich ist Friedrich Wilhelm eine der schillerndsten Figuren im Braunschweiger Herzogtum. 1771 als vierter Sohn des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig geboren, trat er 1789 in preußische Kriegsdienste, wurde Kapitän bei einem Infanterieregiment und nahm ab 1792 an Feldzügen gegen Frankreich teil. 1806 kämpfte er in der Schlacht bei Jena und Auerstedt, wo sein Vater tödlich verwundet wurde. Von diesem zum Thronfolger bestimmt, kämpfte er gegen die Franzosen, welche sein Herzogtum besetzt hatten. Am 1. August 1809 gelang ihm in der Schlacht bei Ölper tatsächlich die, nur einen Tag dauernde, Rückeroberung der Stadt Braunschweig. Anschließend zog er über Burgdorf zur Nordsee, um nach England zu Flüchten.

