Casanova
in Braunschweig und Wolfenbüttel
Gute 248 Jahre nach seinem Aufenthalt in Braunschweig und Wolfenbüttel ist Casanova zurückgekehrt in die Stadt, in welcher er nach eigenen Angaben "die acht glücklichsten Tage" seines Lebens verbrachte.
| Der Braunschweiger Schauspieler
Andreas Jäger schlüpft in die Rolle des Mannes, der uns heute, wie
kein anderer, ein Abbild eines ganzen Jahrhunderts geben kann. Jäger
hat aus den Memoiren Casanovas einen vergnüglichen Abend mit dem
Schwerenöter inszeniert, lässt Casanova von seinem Aufenthalt in
Braunschweig und Wolfenbüttel berichten, und bringt uns die Zeit um
1760 auf anregende Art näher. |
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Im Mai 1764 weilte der
vermeintlich größte Liebhaber aller Zeiten für mehrere Wochen in
Braunschweig und für acht Tage in Wolfenbüttel. Er war kurz zuvor in
London mit knapper Not dem Galgen entronnen und spürte noch die
Nachwirkungen einer Krankheit, welche ihm ein Weibsbild angehangen
hatte. Warum Casanova ausgerechnet nach Braunschweig kam, was er
hier erlebte und wieso er sich für acht Tage in der Herzog August
Bibliothek in Wolfenbüttel verkroch, dass wird Ihnen Casanova höchst
persönlich zu Gehör bringen. |
...am Samstag, den 28.2.2009, wurde im NDR Fernsehen in der Sendung "Nordtour" berichtet, hier können Sie den Bericht noch einmal sehen.
Das Hörbuch zum Programm "Casanova in Braunschweig" ist im Braunschweiger Buchhandel und über diese Seite erhältlich.
Die CD kostet 13,- € plus 2,- € Versandkosten (inkl.MwSt.)
Bestellungen per Email unter "Kontakt"
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Termine: |
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Casanova lebte2.4.1725 – 4.6.1798, war 187 cm groß, hatte mindestens 1 Sohn und 1 Tochter 1734-39 Studium in Padua 22.1.1741 Empfang der niederen vier Weihen – Reise nach Korfu und Konstantinopel 1742 Doktor der Rechte 1744 im Dienste von Kardinal Aquaviwa 1746 Orchestergeiger im Theatro San Samuele Venedig 1750 – 52 Paris 1753 Dresden, Prag, Wien und Venedig 25.7.1755 Verhaftung wg. unchristlichen Verhaltens und Verrat von Staatsgeheimnissen, Bleikammern 1.11.1756 Flucht 1757 Gründung und Direktor der französischen Staatslotterie 1758 in Holland als franz. Geheimagent 1759 Gründung einer Seidenmanufaktur 1760 Treffen mit Voltaire 1763 London
18.5.1764 Abreise in Wesel nach Braunschweig, 12. – 20. Juni in Wolfenbüttel, dann wieder Braunschweig, am 30. Juni in Berlin beim Alten Fritz
1765 Petersburg, Treffen mit Katarina d. Große 1766-72 Wien, Madrid, Turin, Rom, Triest, Venedig 1776 Geheimagent der Inquisition 1783 Flucht aus Venedig, Reise durch Europa 1784 Sekretär des venezianischen Botschafters in Wien 1785 Bibliothekar bei Graf Waldenstein in Dux (Böhmen) 4.6.1789 Tod in Dux
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Das nächste öffentliche Dinner mit Casanova findet am Freitag, den 19. Oktober 2012 statt. Um 19:00 Uhr wird der Weltreisende dann im Wolfenbüttler Schloss erwartet, um Gäste zu empfangen, und gemeinsam zu dinieren. Wer mit dem Venezianer essen, trinken und lachen möchte, der sollte unter 0 53 31 - 86280 schon jetzt einen Platz reservieren, denn die Begegnung mit dem wohl berühmtesten Liebhaber der Welt ist sehr begehrt... Infos: hier Weitere Begegnungen mit dem Venezianer, u.a. auf einem Floß auf der Oker in Braunschweig sind für 2012 in Planung.
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| Links: |
www.giacomo-casanova.de (eine sehr liebevoll gestaltete, unglaublich spannende, ausführliche Seite, mit dem Schwerpunkt auf Casanovas Reisen) |
Kontakt und Buchung unter
info@andreas-jaeger.de
![]() Casanova vor dem Modell der historischen Bibliothek in Wolfenbüttel
Casanova in Wolfenbüttel |
Casanova war viel mehr,
als er uns heute scheint, sein Ruf als Frauenheld ist vornehmlich
dadurch entstanden, dass in den Jahren vor 1960 seine 12 bändigen
Memoiren nie vollständig übersetzt erschienen sind. Die
Erstveröffentlichung im Jahr 1822 wurde textlich "bereinigt", also
alles was "unzüchtig" erschien, wurde einfach weggelassen. In den
späteren Veröffentlichungen von ca. 1860 bis 1960 wurden jedoch
nur solche Dinge veröffentlicht, welche zuvor weggelassen
wurden, eben jene Geschichten, in denen der Venezianer sehr
ausführlich, in einer wunderbaren Sprache, die Begegnungen und
Erlebnisse mit seinen Liebschaften schildert.
So ist es nicht verwunderlich, das er zu den Klassikern der erotischen Literatur zählt, obwohl er eben doch viel mehr war. Doch diese andere Seite des besessenen Schreibers ("ich lebe um zu lesen und ich lese um zu schreiben"), wurde erst nach der Veröffentlichung seiner vollständig übersetzten Lebensgeschichte bekannt. So gibt uns Casanova heute das Abbild eines ganzen Jahrhunderts, ausführlich beschrieben, wieder. Wie kein anderer ist er so Chronist eines Zeitalters des Umbruchs, an dessen Anfang noch Frauen als Hexen verbrannt wurden, die französische Revolution tobte, und an dessen Ende die Erfindung der Dampfmaschine stand. Und genau diesen Casanova möchte ich in meiner Lesung vorstellen, den gebildeten Priesterschüler, der voller Lebenslust durch ganz Europa zog, gekrönte Häupter traf, ohne falsche Scham liebte, wissenschaftliche Entdeckungen machte, der ein Science-Fiction Autor, Opfer der Inquisition und der berühmtester Ausbrecher seiner Zeit war. |
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